Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

zwei Jahre nach unserem letzten schriftlichen Jahresbericht und unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände in der Corona-Pandemie erscheint nun unser Jahresbericht für 2018 und 2019 pünktlich zur Mitgliederversammlung am 06. Mai 2020.

Herzliche Grüße,

Friedemann Wecker
Geschäftsführender Vorstand

 

I Aus Vorstand und Geschäftsführung

von Knut Ellenberg & Friedemann Wecker

Die Bäuerliche Gesellschaft zeigt in vielen Facetten ein jugendliches Angesicht. Für einen über sechzig Jahre alten Zusammenschluss aus bäuerlichem Umfeld eine nicht selbstverständliche Umschreibung. Jugendlich steht in dieser Aussage auch für den unbekümmerten Mut neue Felder anzufassen, darauf vertrauend, dass eine sichere Grundhaltung auch auf neuem Terrain zu professionellem Umgang hilft.

Im Herbst 2018 wurde das gemeinsame Leitbild für die Bäuerliche Gesellschaft beschlossen. In den fast zwei Jahren seiner Bearbeitung wurden viele Fragen thematisiert: Was waren wir als Organisation zur Gründungszeit, wozu sind wir geworden, was hat Bestand, wo wollen wir hin?

Das entstandene Bild hat in den konkreten Arbeitszusammenhängen der Geschäftsstelle und des Vorstandes eine hoch einzuschätzende Bedeutung. Es bildet eine Grundlage für die Orientierung in zunehmend komplexem Umfeld und dient zur Ableitung von Strategien und zielführendem Handeln auch in seinen kleinen Schritten.
Die Gleichstellung des Geschäftsführers als Vorstandsmitglied soll der Geschäftsführung und den MitarbeiterInnen die Sicherheit eines breit abgestimmten Handlungshintergrundes für die Arbeit geben. Für die ehrenamtlich wirkenden Vorstände ergibt sich daraus die Forderung, die aktuellen Fragen nachzuvollziehen und die großen Linien gemeinsam zu entwickeln. Gegenwärtig erfordert die Öffnung der Handelswege größte Aufmerksamkeit.

Wir schaffen auf den Höfen mehr Werte, als der Preis der Waren ausdrückt.

Diese Werte auch in neuen Maßstäben in ihrer Geltung zu erhalten ist, bis in die Vertragsbildungen hinein, ein nur im Zusammenklang der Bäuerlichen Gesellschaft zu erreichendes Ziel.
Auch in fünf und in zehn Jahren wollen wir Höfe in unserer Gemeinschaft haben, auf denen sich die Lebensentwürfe junger BetriebsleiterInnen verwirklichen. Dass wir in der Mitgliedschaft traditionell Unternehmen aus den Verarbeitungsbereichen und des Handels haben, kann unter den neuen Vorzeichen der Marktöffnung eine neu gegriffene, gemeinsame Dynamik entfalten. Die Bedeutung der über weite Jahre getragenen Biodynamische Ausbildung bekommt gerade unter den sich verändernden Vorzeichen ein zunehmendes Gewicht im Canon der Projekte. Im Anschluss an die über den Vorstand und die Mitgliederversammlung getragene Entwicklung des Leitbildes stand die Entwicklung strategischer Arbeitsfelder.

Wieder im Kanon aus Vorstandsarbeit und Mitgliederversammlung entstanden in 2018 folgende sechs Kernfragen, die das Team und die Arbeit in der Bäuerlichen Gesellschaft seitdem tragen und die Grundlage für verschiedenste Projekte bilden:

  • Arbeit an unseren anthroposophischen Grundlagen – Wie kann der Ur-Impuls gelebte Wirklichkeit werden?
  • Wie bekommen wir die Akteure der Wertschöpfungskette auf Augenhöhe zusammen?
  • Wie können wir den Mehrwert der Höfe in die Gesellschaft bringen?
  • Wie kann die Eigeninitiative und das Ehrenamt in der Bäuerlichen Gesellschaft gefördert werden?
  • Wie können wir den kulturellen Zusammenhalt leben?
  • Wie kann die Ausbildung so aufgestellt werden, dass die Werte und Wünsche der Bäuerlichen Gesellschaft erlebbar werden?
 

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Hier kann der gesamte Jahresbericht heruntergeladen werden:

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