Darstellung zum Projekt 2019/20

Perspektivwechsel in der Bio-Lebensmittelkette

 

Worum geht es:

Entlang der Wertschöpfunskette gibt es in der Bio-Bewegung zahlreiche Auszubildende. Ein wichtiges Ideal unserer Bewegung besteht darin, assoziatives Wirtschaften zu fördern, also vertrauensvolle, verbindliche und langfristige Partnerschaften zu bilden, in denen jede Partei versucht, die Bedürfnisse der anderen so gut wie möglich zu berücksichtigen. 

Dieses Ideal kommt auch in der Biodynamischen Ausbildung immer wieder zur Sprache, Lehrlinge lernen die soziale Dreigliederung und Gemeinwohlökonomie kennen, gleichwohl hat das in der Regel eher Vorlesungscharakter. 

Aus dieser Lage ist die Idee entstanden, dass wir auch auf Ebene der Auszubildenden ganz praktisch anfangen können, Grundlagen für assoziatives Wirtschaften zu legen. Diese Grundlage soll nicht nur bei den Lehrlingen auf den Höfen gelegt werden, sondern gemeinsam mit denen aus Verarbeitung und Handel. Sie sind die zukünftigen Mitarbeiter unserer Betriebe, ein gutes Verständnis der Zusammenhänge kommt also unseren Betrieben unmittelbar zu Gute.

Die wichtigste Grundlage für Vertrauen ist, dass man voneinander weiß. Dass man nicht „den Handel“ oder „die Bauern“ als anonymes Gegenüber hat, sondern Menschen, die ihr Bestes für die Sache geben, aber die auch Rahmenbedingungen haben, in denen sie sich bewegen müssen. Insofern wollen wir engagierte und von den Betrieben entsandte Lehrlinge aus Verarbeitung, Handel und Landwirtschaft zusammenbringen. In Seminaren sollen sie sich und die jeweiligen Rahmenbedingungen kennenlernen und somit in die Lage versetzt werden, auf die Bedürfnisse des Handelspartners einzugehen.

Perspektivwechsel_Landwege

Was ist genau geplant:

Nachdem im Jahr 2018 das Projekt erfolgreich durchgeführt wurde, soll dies nun im Jahr 2019/20 weiteren Auszubildenden aus den Bereichen Landwirtschaft, Verarbeitung, Großhandel und Einzelhandel ermöglicht werden. Es werden vier Seminare veranstaltet, in denen die Lehrlinge die jeweilige Arbeitsumgebung der anderen kennenlernen. Diese Seminare sollen jeweils zwei Übernachtungen haben, so dass Gelegenheit ist, nicht nur einen Betrieb zu erleben, sondern auch in Hintergründe der Landwirtschaft, Verarbeitung oder des Handels einzusteigen. Diese Hintergründe sollen nicht trocken referiert werden. Neben dem Kennenlernen der Betriebe und Unternehmen stellen sich die Auszubildenden ihre Arbeitsbereiche gegenseitig vor. Alltagsfragen wie: „Warum sind Kartoffeln nicht immer dick und sauber? Warum greifen die Kunden im Laden lieber zu den graden und langen Möhren? Warum zahlt der Großhandel zur Zucchini-Zeit die schlechtesten Zucchinipreise? Was passiert in der Mühle, wenn ungereinigtes Getreide angeliefert wird?“ werden zusammen beantwortet.

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Unser Wunsch:

Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr mit dem Projekt einen Beitrag leisten können: 

  • Die engagierten Lehrlinge auf den Höfen weiter zu fördern und ihnen einen Blick in die Bedürfnisse der Handelspartner zu gewähren.
  • Ebenso engagierte Lehrlinge aus den Bereichen Verarbeitung und Handel zu fördern und ihnen einen Einblick in die Bedürfnisse der Landwirtschaft zu geben.
  • Auf diese Weise dazu beizutragen, dass diese Lehrlinge im späteren Berufsleben Ideen und Bilder von partnerschaftlicher und assoziativer Zusammenarbeit in sich tragen.

Termine 2020

Seminar 1: 05.11.2019 (Anreise 19 Uhr) bis 07.11.2019 (Ende 14 Uhr)
Seminar 2: 15. bis 17. Januar 2020
Seminar 3. N.N.
Seminar 4: N.N.

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Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und/oder Sie Fragen haben:

Projektleitung: Veronika Wecker
Email: veronika.wecker@demeter-im-norden.de
Mobil: 0176/99033511

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